Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

LVR-Archäologischer Park Xanten
LVR-RömerMuseum

Thermenschutzbau

Über dem Badetrakt der Großen Thermen erhebt sich ein lichtes Gebäude aus Stahl und Glas. Es schützt die ausgegrabenen Bäder vor Regen und Sonne und zeigt zugleich die imposanten Dimensionen der antiken Architektur. Laufstege führen die Besucherinnen und Besucher über die originalen Überreste von Badebecken, Feuerstellen und Heizkanälen.

Das letzte Tageslicht fällt durch die Glasfassade des Thermenschutzbaus. Innenansicht eines der Apsidendächer der Großen Thermen mit den charakteristischen roten Stahlträgern. Eine Spiegelung des Sonnenuntergangs an der gläsernen Fassade des Schutzbaus.

Typisch für antike Thermen: Die Vielgestalt der Dächer, die auch der moderne Schutzbau aufgreift.

Die aufgehende Architektur der Thermen ließ sich anhand des Grundrisses und statischer Erwägungen recht genau rekonstruieren. Jeder der großen, saalartigen Baderäume besaß ein Tonnengewölbe, das quer zur Längsachse des Bauwerks lag. Während die Hauptlast dieser Gewölbe nach unten auf die Grundmauern einwirkte, wurden die zur Seite wirkenden Kräfte von verstärkten Außenmauern und einer Art Kreuzgratgewölbe in der Mitte des Bauwerkes aufgefangen. Von außen vermittelt besonders die komplexe Dachlandschaft des Schutzbaus einen Eindruck von der aufwändigen Bauform.

Der gläserne Schutzbau über den römischen Grundmauern in der Dämmerung.

Auch abends ein reizvoller Anblick: Der gläserne Schutzbau in der Dämmerung.

Die Glaswände des Schutzbaus sind mit einem gänzlich „unrömischen" Punktraster bedruckt, das die Wärmeeinstrahlung reduziert und dennoch genügend Tageslicht hineinlässt. Das Raster erzeugt eine gewisse optische Geschlossenheit der Fassade und schützt besonders die Vögel. An den Unterkanten ist die Glasfassade offen, um immer eine gute Durchlüftung zu gewährleisten. Zusammen mit dem Schutz vor Regen und zu viel Sonnenlicht hat diese Durchlüftung sich als die beste Maßnahme gegen zu starkes Austrocknen und gegen Moos- oder gar Schimmelbildung erwiesen.

Im Inneren des Schutzbaus gibt die moderne Stahlkonstruktion weitere Aufschlüsse über die eindrucksvollen Raumdimensionen. Rot gefärbte Stahlträger markieren die einstige Position von Pfeilern, Wänden und Gewölben. Wer zuvor die vollständig rekonstruierten Räume der Herberge besucht hat, vermag sich hier noch besser vorzustellen, welche prachtvolle Wirkung die größeren Bäder mit ihrer kostbaren Einrichtung, den farbigen Wandmalereien und den spiegelnden Wasserflächen einst entfaltet haben.

Die Überreste der großen römischen Bäder unter dem Schutzbau aus Glas und Stahl.

Im Innern stehen rote Stahlträger genau an den Stellen, wo einst Pfeiler, Wände und Gewölbe waren.

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