Internationale Archäologische Sommerakademie Xanten
Vom schweißtreibenden Graben, zum Identifizieren der Objekte, über die Fundbestimmung hin zum Zeichnen von Befunden – bei der Internationalen Archäologischen Sommerakademie Xanten lernen Studierende aus ganz Europa vier Wochen lang den Grabungsalltag von A bis Z kennen. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird von namhaften Fachleuten in die Archäologie und ihre Nachbardisziplinen, wie die Archäozoologie, Geologie und Vermessung, eingeführt. Auch ein wissenschaftliches Tagebuch wird von den Studierenden geführt, in dem sie Funde und Befunde kontinuierlich dokumentieren. Exkursionen zu archäologischen Highlights der Umgebung runden das Programm ab. Ihr vielfältiges Angebot hat die Xantener Sommerakademie zu einer weit bekannten und begehrten Institution gemacht.
Jährlich bietet sie 30 Studierenden aus ganz Europa die Möglichkeit, das Grabungshandwerk im geschichtsträchtigen Boden der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana zu erlernen. Hier stehen das Fotografieren und Vermessen von Befunden ebenso auf dem Programm wie der Umgang mit frisch geborgenen Funden. Dabei richtet sich die Lehrgrabung besonders an Studierende mit wenig bis gar keiner Grabungserfahrung.
Die Ausgrabung
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie erforschen ein damals dicht bebautes Wohnviertel auf Insula 38. Bei dieser Ausgrabung werden die Überreste von Wohnhäusern und andere Siedlungsspuren nahe der römischen Herberge untersucht. In diesen Häusern lebten im 2. und 3. Jahrhundert hauptsächlich Handwerker mit ihren Familien.
Das bietet die 38. Internationale Archäologische Sommerakademie Xanten
1. Kampagne: 20.7.–14.8.2026
2. Kampagne: 24.8.–18.9.2026
15 Teilnehmende pro Kampagne
Was wird geboten?
Teilnahme an der Lehrgrabung, Einführung in alle Arbeitsschritte
Das Beiprogramm enthält Exkursionen, Fachkurse z. B. in Archäozoologie, Bodenkunde, Vermessung und Fundbestimmung
Freie Unterkunft in der römischen Herberge auf dem Parkgelände
Erstattung der Reisekosten bis maximal 75 €
350 € Taschen- und Verpflegungsgeld
Wer kann sich bewerben?
Studierende der Ur- / Vor- und Frühgeschichte, Provinzialrömischen oder Klassischen Archäologie im Hauptfach aus dem In- und Ausland
Grabungserfahrung wird nicht vorausgesetzt
Alle Kurse werden auf Deutsch gehalten, bei Bewerbungen aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland sind ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache durch eine offizielle Bescheinigung nachzuweisen